| Panthers fuhren nach der Halbzeit ihre Krallen aus |
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| Geschrieben von: Presse |
| Montag, den 05. Dezember 2011 um 19:29 Uhr |
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Haiterbachs Freiwurf-Schwäche begünstigt Böblinger Sieg
SV Böblingen – KKK Haiterbach 83:78 (15:20,38:41,61:59)
(mw) Spiele mit Haiterbacher Beteiligung stehen immer öfters auf der Verbotsliste für Herz-Kranke. Im letzten Auswärtsspiel des Jahres durchlebten die Fans der Kuckucksstädter wieder einmal nahezu alle Höhen und Tiefen einer Achterbahn-Fahrt, nur gab es diesmal beim Ausstieg kein Happy-End. Die Panthers aus Böblingen hatten vor allem nach Seitenwechsel ihre Krallen ausgefahren und sich erfolgreich die 2 Siegpunkte als Beute gesichert. Dabei hatte alles so hoffnungsvoll begonnen. Haiterbach dominierte im 1.Viertel, führte bald mit 8:4 und 15:10. Vor allem der Angriffszug zum 17:11 war ein „Sahnestückchen“, als die Offence die orange Kugel zwei, dreimal zu einem Mitspieler durchsteckte, ehe sie Maxim Rohn erfolgreich im gegnerischen Korb versenkte. Den Böblingern war die Verunsicherung nach zuletzt 4 Niederlagen anzumerken, von 10 Freiwürfen ließ man 6 Punkte liegen und auch Kapitän Stephan Illg lag mit seinen Distanzwürfen noch meist daneben. In dieser Phase hätten die Haiterbacher den Vorsprung noch weiter ausbauen können. Nein, sie hätten ihn sogar ausbauen müssen, denn 2 vergebene Freiwürfe und ein verunglückter Dreier-Versuch waren noch gute Gelegenheiten vor dem Ende der ersten 10 Minuten. Einer hatte sich besonders auf diese Partie gefreut und zwar Kjell Kühne. Er hatte mit Haiterbach den Aufstieg gefeiert, war dann kurz zu seinem Heimatverein Böblingen zurückgekehrt, ehe ihn wieder der KKK angeheuert hatte. Als er nun im 2.Viertel mit von der Partie war, markierte er nicht nur das 31:24 für seine Farben, sondern er sorgte mit seinem 3-er zum 36:27 erstmals für eine 9-Punkte-Führung. Dies schien aber der Weckruf für seine ehemaligen Mitspieler gewesen zu sein. Zwar gelang ihnen zunächst das Kunststück, einen Fastbreak bei einer 1 gegen 0 Situation auch im 3.Versuch nicht im Korb untergebracht zu haben, aber dann profitierten die Panthers von etlichen Haiterbacher Ballverlusten und nach einem 9:0-Run stand die Partie erstmals unentschieden. Mit einem Dreier in der letzten Sekunde rettete Elliott wenigstens ein 41:38 in die Pause. Nach Wiederbeginn ein schneller Pass von Elliott auf den unter dem Korb lauernden Lischka und Haiterbach führte 43:38. Doch dann kam der Bruch ins Spiel der Kuckucksstädter, man versuchte sich an schwierigen Würfen und vernachlässigte das Mannschaftsspiel. Böblingen wirkte nun entschlossener, das Selbstvertrauen wuchs und man nahm die Gästegeschenke dankend an. Plötzlich lag Haiterbach mit 45:52 zurück. Elliott versuchte mit dem 4. seiner 5 Dreier sein Team wieder wach zurütteln. Aber gerade in diesen Minuten legten Maric, Rohn & Co eine gravierende Freiwurf-Schwäche an den Tag (nur 4 von 12), während die Panthers durch Illg auf einmal auch doppelt von der Linie trafen. Böblingen erhöhte sogar auf 61:51, es sah nach einem Fiasko für den KKK im 3.Viertel aus. In den letzten 180 Sekunden versiegte allerdings die BB-Offence und Haiterbach verkürzte nach einem 8:0-Run auf 59:61, was den Adrenalin-Ausstoß bei den zahlreichen Gäste-Fans wieder nach oben schnellen ließ. Im letzten Viertel überschlugen sich die Ereignisse. Schwarzenberger schockte den Gegner zunächst mit einem Dreier. Marian Lischka glich mit 2 Freiwürfen zum 66:66 aus, Kjell Kühne bestrafte ein Offence-Foul an sich im Gegenzug mit der Führung zum 68:66. Als Mark Grohar bei einem Fastbreak allein auf weiter Flur das 74:70 gelang, schien der 8.Saisonsieg wieder in greifbarer Nähe. Böblingens Trainer Milton West brachte nun wieder seinen Kapitän ins Spiel, den er auf Grund des 4.Fouls anfangs des Schlußviertels aus dem Spiel genommen hatte. Dies schien wohl eine Initialzündung ausgelöst zu haben, denn mit 10 Punkten in Folge drehten die Panthers das Spiel wieder. Elliott verkürzt zwar noch einmal auf 76:80, doch selbst als die Hausherren in der Schlussminute nur einen von 8 Freiwürfen verwandeln, besiegelten sie nach einem KKK-Fehlpass mit dem 83:76 die dritte Haiterbacher Saisonniederlage. Diese Partie könnte aber eventuell noch ein Nachspiel am „grünen Tisch“ haben, denn der unvollständige Pass eines Böblinger Spielers veranlasste den Schiedsrichter zu einer entsprechenden Bemerkung auf der Rückseite des Spielbogens. KKK: Buljan (5/1), Elliott (31/5), Grohar (4), Kammerer (2), Kühne (7/1), Lischka (13), Maric (5/1), Rohn (5), Rupcic, Vladov (6). |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 05. Dezember 2011 um 19:29 Uhr |



