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KKK Haiterbach schafft das Wunder
BG Remseck - KKK Haiterbach 86:89 (21:25; 40:54; 65:70)
Eine unglaubliche Saison bekommt in Remseck den absoluten Höhepunkt. Ein Krimi, der letzte Angriff für Remseck 86:89 der Spielstand noch 11 Sekunden auf der Uhr. Jannis Seidemann nimmt einen bedrängten 3er aus der Ecke den Rebound angelt sich Patrick Müller der versucht es ebenfalls und wieder Rebound Jannis Seidemann. Er will nach außen dribbeln um noch ein Versuch zu starten, die Uhr zeigt 2,1, AUS AUS AUS AUS. Der gesamte Fanblock mit den rund 150 mitgereisten Haiterbacher Fans kennt kein halten mehr und rennt aufs Feld. Unglaubliche und schwer beschreibbare Jubelszenen. Emotionen pur. Alle fielen sich erleichtert und überglücklich in die Arme. Tränen fließen. Obligatorisch nahm man das Korbnetz als Andenken und Trophäe mit. Das Feld und die Halle gehörte nur noch dem KKK.
Der Aufsteiger aus Haiterbach marschiert somit ein Spieltag vor Schluss aus der Landesliga in die Regionalliga. Ein nie für möglich gehaltenes Wunder. Es waren 23 harte und sehr viele sehr enge Spiele, doch meist behielt der KKK die Nerven und schaukelte die Spiele nach Hause, so auch in diesem entscheidenden.
Dass der KKK alle Hallen füllt das hatte sich schon in der Liga herumgesprochen. Das dann auch ein um ein vielfaches mehr Heimfans kommen macht die Spiele umso spannender und Attraktiver. Das sind die Highlights der Saison.
In Remseck fanden sich rund 300 Zuschauer zu einem Basketballspektakel ein. Haiterbach versuchte die Meisterschaft zu holen, und Remseck suchte seine minimale Chance für den nahezu unmöglichen Aufstieg.
Als auf beiden Seiten die ersten Punkte fielen, jubelten beide Fanlager schon lautstark. Sie wollten von Anfang an hinter ihren Teams stehen. Der Gastgeber fand besser ins Spiel. Fabian Feil sowie Jannis Seidemann brachten Remseck aus der Distanz mit 15:10 in Führung. Unter den Brettern war es das Duell Olaitan Adeboyeku und Viktor Vladov gegen Thomas Lieschke und Patrick Müller. Haiterbach punktete zu Beginn vermehrt unter den Brettern. Und drehte das Ergebnis durch konzentrierte Spielweise in der Defence zur 25:21 Führung. Im zweiten Viertel drehte der Tabellenführer aus Haiterbach aber richtig auf. Mario Maric mit einem Dreier + Foul sowie Elliott aus der Distanz und das Ergebnis wuchs in den zweistelligen Bereich. Aufbau Stefan Gekeler wurde sehr gut verteidigt und konnte nicht mehr so einfach die Bälle verteilen. Der überragende Edris Naim setzt den Schlusspunkt zum 54:40 zur Pause. Der besten Defence Mannschaft der Liga in einer Halbzeit Auswärts 54 Punkte einzustreuen sagt einiges über die Stärke der Haiterbacher aus.
Nach dem Wechsel dann pure Entschlossenheit beim Gastgeber. Sie rissen sich noch einmal am Riemen und erhöhten die Intensität in der Defence. Oft auch über dem erlaubten, doch die Schiedsrichter ließen dies dulden. Sie übten unglaublichen Druck auf Star Al Elliott aus, doch der war nicht aus dem Spiel zu nehmen. Haiterbach war am kämpfen, denn Remseck verkürzte den Rückstand mit zunehmender Spieldauer. 65:70 der Spielstand nach 30 Minuten. < Ich war in dieser Phase trotzdem zuversichtlich denn wir hatten immer noch ein positives Ergebnis und das hieß es zu halten. Und ich weiß zu was unser Team in der Lage ist.> so Abteilungsleiter Jan Rupcic.
Das Spiel drohte wie so oft in dieser Saison zu kippen. Haiterbach gab sich nicht auf. Nicht heute. Remseck punktete im letzten Viertel nahezu nur noch über Center Thomas Lieschke der einfach alles traf. Haiterbach musste aber um jeden Punkt kämpfen. In dieser Phase hielt auf Seiten der Haiterbacher Marjan Lischka mit 8 Punkten in wenigen Minuten dagegen. Doch Remseck rückte dem KKK auf die Pelle. Al Elliott trifft zum 81:78 Remseck antwortet durch Thomas Lieschke. Olaitan Adeboyeku trifft erneut zum 83:80. Und danach waren auf beiden Seiten die Körbe für 2 Minuten vernagelt. Knallharte Defence ließ absolut keinem einen freien Zentimeter. Olaitan Adeboyeku blockt Thomas Lieschke und Edris Naim kann durch ein gezogenes Foul auf 84:80 erhöhen. Haiterbach punktete am Ende nahezu nur noch durch Freiwürfe. Remseck kommt noch einmal auf 86:83 heran. Trainer Mario Maric wird 30 Sekunden vor Schluss gefoult. Zwei Freiwürfe. Ein gellendes Hupkonzert doch er behält die Nerven und beide Würfe gehen rein. Remseck kontert durch den überragenden Thomas Lieschke der einen 3-er zum 88:86 trifft. Schnell wird wieder Mario Maric gefoult. Der erste geht daneben doch der zweite sitzt bei verbleibenden 11 Sekunden. Und nach diesen schon beschriebenen feiert der KKK Haiterbach hoch verdient die Oberligameisterschaft. Unglaublich aber wahr. Das kleine Städtchen Haiterbach darf eine Regionalligamannschaft in der nächsten Saison ins Rennen schicken.
< Ich bin so stolz auf das Team. Das Spiel war der Höhepunkt. Eine unglaubliche Stimmung, ein Spiele das alles abverlangt hat. Und dann so ein Ende. Wir hatten so viele knappe Spiele da musste dieses genau so sein. Jetzt heißt es nur noch genießen.> so Trainer Mario Maric.
< Ein unglaublicher Fight. Wir haben als Team eine unglaubliche Energie gezeigt. Haben uns nicht unterkriegen lassen. Wir sind Meister.> so Trainer Rohn.
KKK.: Olaitan Adeboyeku (20), Domagoj Buljan, Mark Grohar, Al Elliott (23/1), Kjell Kühne (2), Marjan Lischka (10), Mario Maric (7/1), Edris Naim (13/3), Maxim Rohn (6/1), Viktor Vladov (8), Manuel Rupcic
   
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